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Home >> Pokerschule >> Poker Strategie >> Spieler Klassifikation

Poker Strategie: Spieler Klassifikation

Es gibt einen grossen Anteil der Poker Gemeinschaft - ich würde wagen zu sagen, die Mehrheit - denen der Begriff "Spieler Klassifikation" so fremd ist wie die ungarische Cousine. Manche haben nie davon gehört und viele benutzen es einfach nicht, egal, aus welchen Gründen. Bevor ich jede mögliche Art des Einblickes in dieses unschätzbare Werkzeug des Profites gewann, war mein Grund einfach der, dass ich glaubte, es sei eine Zeitverschwendung, ich dachte, Spielen der starken Karten, das aggressiv sein mit Top Pairs, das achtsam sein vor den versteckten Straight und mein Instinkt, das ich einsetze, genug seinen. Sicher, all dies ist Teil der Gleichung, doch die Spieler Klassifikation kann der Faden sein, die alles verbindet. Und, damit ich mich kurz fasse, basiere ich meine Disskusion auf Texas Holdem.

Um es einfach zu sagen, Spieler Klassifikation kommt vom Wisser der Poker Stärke deiner Gegner, und je schneller du sie am Tisch klassifizieren kannst, desto besser ist es für dich. Die Spielerklassifikation beinhalten, aber ist nicht begrenzt auf:

  1. Das Wissen, welche Hole Cards all deine Gegner routinemässig spielen und, noch viel wichtiger, die Positionen, in welchen sie diese Karten spielen;
  2. Wissen, wie oft deine Gegner bluffen und in welchem Umständen;
  3. Wissen das "allgemeine" Spielstil deiner Gegner: tight/aggressiv, tight/passiv, loose/aggressiv, unvorhersehbar usw;
  4. Wissen, obwohl ich denke, dass dies weniger wichtig als die anderen schon erwähten Aspekte ist, das körperliche Manierismus oder die Tells, die deine Gegner zeigen, wenn sie Blätter verschiedener Stärken halten.

Ich werde nicht all zu sehr in die Details gehen, wie jeder diese Information erhalten soll. Es gibt viele Methoden, die einer nutzen kann, um die Gegner einzuteilen, und jedem das seine. Ich werde mich mehr auf die Gründe fokusieren, wieso in verschiedenen Situation dieses Wissen von solcher Wichtigkeit ist.

Zu wissen, welche Typen der Hole Cards verschiedene Spieler zu spielen neigen und in welcher Position, ist wahrscheinlich der Baublock, um deine Gegner zu kennen. Du kannst jemanden nicht als tight/aggressiv beschreiben, wenn du nicht darauf achtest, was für Karten er bereit ist zu halten, um den Flop zu sehen. Das Aufbewahren eines mentalen Zählers, welche Karten der Spieler zeigt und in welcher Situation es ist, ist ein Weg, dies zu tun. Sobald du eine gutes Bild von den tighten/loosen Tendenzen am Tisch hast, kann dies dir helfen, Entscheidungen zu treffen, wenn schwierige Situationen entstehen. Zum Beispiel, wenn du einen bestimmten Spieler gesehen hast, der Karten wie Q-5 off suit, 4-5 suited, oder J-2 suited spielt, und er diese Karten oft in der frühen Situation gespielt hat, ist er ganz bestimmt ein looser Spieler, und offensichtlich hat er keine Gewinnschancen gegen A-Q suited. Diese Information ist sehr wichtig nach den Flop. Sagen wir mal, der Flop kommt 7-3-6, jedoch mit keinem Flush Potenzial, und es gibt drei Spieler, dich miteingeschlossen. Einer hat ein sehr tightes Spiel gespielt, der routinemässig nur sehr spielbare Hole Cards gezeigt hat, und der andere ist ein sehr looser Spieler, der den Flop viel öffter sieht als ihn nicht sieht. Du hast Pocket Jacks und machst keinen preflop Raise. Der tighte Spieler war in frühen Position und ist geblieben, um den Flop zu sehen, der loose Spieler ist in ähnlicher frühen Position. In diesem Fall musst du dir mehr Gedanken über den loosen, als über den tighten Spieler gedanken machen. Selbst wenn du einen Buben hast, musst du sehr vorsichtig weitermachen, weil der loose Spieler mit drin ist, und wie wir wissen, würde es uns nich überraschen, wenn er den Flop mit 4-5 er 3's sehen würde. Wenn ich nur mit dem tighten Spieler drin wäre, würde ich ausser Frage betten und raisen, es sei den, es gibt einige eindeutige Indikatoren. Jetzt, wenn du nicht achtsam gewesen wärst und nicht auf die Hole Carten geachtet hättest, die deine Gegner spielten, würdest du nicht diese eindeutig nützliche Perpektiver des Blatts haben.

Zu wissen, wie oft deine Gegner bluffen und in welchen Umständen sie das tun ist eben so wichtig. Die Poker Welt ist voll von Spieler, die es einfach lieben, zu bluffen, egal, aus welchen Gründen. Manche tuen es nur wegen des Nervenkitzels, um steigende Positionen am Tisch zu schaffen oder einen loosen/aggressiven Image am Tisch zu bilden, nur um ihn dann zu wechseln. Ich persönlich bluffe nur dann, wenn der Tisch sehr tight und berechenbar ist, und ich in der Lage bin, das Bluffen zu beginnen. Der häufigste und durchschaubarer Bluff ist es zu versuchen, den Small Blind zu stehlen, wo die Action sehr gering ist und eine Flush Möglichkeit am Board besteht. Sagen wir mal, zum Beispiel, du hällst 8-9 Kreuze, du warst der Small Blind und jeder limpte preflop, also hast du beschlossen, den Flop zu sehen, was du ohne einen Raise vom Big Blind tun konntest. Der Flop kommt Kc-2s-8h. Er wird nur gecheckt. Der Turn kommt 4c, mit einem Bet vom Spieler, der in einer späten Position ist, und der ein ernster, tighter Spieler zu sein scheint, also callst du, dein Paar von 8 spielt eine grosse Rolle, was die Pot Odds angeht. Der River bringt einen dritten Kreuz, was dir einen sehr bedenklichen Flush gibt, also checkst du. Der wilde Mann, den du bluffen von Zeit zu Zeit sahst und der es liebt, bei Flush Board zu bluffen, bettet sehr aggressiv, und der solide Spieler, der in der letzten Runde gebettet hat, foldet. Was nun? Du weisst, dass es Zeit zu folden wäre, wenn der solide Spieler gecallt hatte, aber jetzt sind nur du und der Wahnsinnige geblieben. Es ist durchaus ein Call gegen diesen Typar machbar, doch wenn der Anfangsbet von dem soliden Spieler gekommen wäre, hättest du den respektieren sollen, und dies macht es alles schwieriger. Doch wenn der solider Spieler den Bett von dem Wahnsinnigen callt, Folden ist die einzige Option.

Den Stil eines Konkurrenten zu kennen ist im wesentlichen eine Fusion von den oben erwähnten Aspekten

Loose/Aggressiv:

Das ist der Wahnsinnige am Tisch, der einschüchtert, stielt und blufft, um hoffentlich in eine gewinnende Position zu kommen. Diese Person liebt grosse Buy Ins und riesige Stapel von Chips, in der Hoffnung, den Rest des Tisches einzuschüchtern. Diese Person liebt den Nervenkitzel des Gamblings, und hofft, dass der grosse Gewinn den Aufwand wert ist. Wenn sie wirklich das kontrollieren wollen, dann lass es ihnen. Halte dich zurück, vergiss nicht, ihre Fehler zu zählen und schalte deinen Ego aus. Manche Spieler fühlen sich von solchen Leuten beleidigt und angegriffen, sie wünschen sich, dass sie bloss verschwinden und ihnen den Spass des Spielens lassen. Einige von diesen Dampfwalzen sind verärgert aufzuladen, mit einem Blick von völligen Raserei die ganze Zeit, die sie am Tisch sind, egal, ob sie den Pot gewinnen oder nicht, die ganze Weile murren sie auf den Dealer und die anderen Spieler am Tisch. Ich heisse diese Spieler herzlich willkommen. Sehr oft gehen solche Spieler oft ohne einen einzigen Chip weg, denn sie verschencken jeden einzelnen. Wenn du Geduld ausübst, bindest du deinen Anspruch auf etwas wie ihn. Das witzige an diesen Spielern ist, dass egal, wie oft sie verlieren, sie werden trotzdem von diesem zufälligen grossen Gewinn weg gehen, tätschelnd sich auf den Rücken und mit dem verstärkten Gedanken, dass es der richtige Weg ist, zu spielen.

Loose/Passiv:

Der loose/passive Spieler ist der letzte Verlierer. Sogar die Wahnsinnigen habe ihre gute Nächte. Loose/passive Spieler verlieren regelmäsig. Diese Spieler setzen dich nie unter Druck und du kannst sie wie ein Buch lesen. Die sind die, die man als "callende Stations" kennt. Sie lieben es, Straights und Flusches rauszuziehen, und manchmal tuen sie es. Das einzige Problem ist (für sie, nicht für dich), dass wenn einst sie in den Pot geschlüpft sind, fangen sie gleich an, alles zurückzulegen, nach und nach. Sie sehen fast jeden Flop. Wenn sie an einem draw out gegen ein Top 2 Paare enden, hören sie sich oft rechtfertigen mit Sprüchen wie "Was sollte ich tun? Pocket Zwei folden?" oder "Ich hatte 3-4, doch die waren suited". Das sind deine besten Freunde am Tisch. Natürlich können sie dich ab und zu outdrawen, doch bleib gelassen, lass die anderen am Tisch frustriert werden. Und wer wird sich am meisten ärgern? Ja, du hast richtig geraten, der loose/aggressive Spieler.

Diese Spiele können frustrierend sein. Die Spieler verstehen es, nur erstklassige Hole Cards zu spielen, und beachten nur sehr wenig oder gar nicht, was die anderen machen. Diese Spieler werden oft von den aggressiven Spieler erschreckt und viele von denen werden oft gewinnende Blätter wegwerfen. Ich habe Spieler gesehen, die wirklich ein Nut Blatt hatten, doch sie wurden in eine defensive Stellung von einem starken Bet verjagt, denn sie dachten, sie haben nur das zweitbeste Blatt. Das frustrierende dabei ist, dass sie geschlagen aussehen können, wenigsten sieht es so anhand ihren Bet aus, sie bleiben, damit du am Ende rausfinden kannst, dass sie die ganze Zeit ein Nut Straight hatten. Nein, er betrügt dich nicht, er hat ehrlich daran geglaubt, dass du irgendwie ihn geschlagen haben musst, weil du aggressiv warst. Einmal hab ich gegen einen extrem tighten, doch sehr passiven Spieler gespielt. Der Flop brachte 9-10-J. Ich hatte Q-8 suited auf dem Button. Er hielt natürlich Q-K. Es wurde zu mir gecheckt, sogar er hat gecheckt, und natürlich war er in der letzten Position. Ich bettete. Er callte, jeder andere foldete. Der Turn und der River hatten nichts anzubieten, was auf einen höheren als einen K High Straight hindeutet könnte. Das gesamte Blatt checkte er, während ich bettete. Ihm blieb nicht anderes übrich, als nur scheu zu callen. Jeder solider Spieler hätte die ganze Zeit geraist, mit dem Wissen, dass in einem worst-case Szenario man den Pot spalten würde. Natürlich gewann er dieses Blatt, und als ich ihn danach gefragt habe, antwortete er mir ganz offen, er dachte, ich hatte ihn geschlagen. Womit? Das ist ein sehr extremer Beispiel eines tighten/passiven Spielers, doch es gibt sie. Die durchschnittlichen Spieler dieser Art sind nicht so schlecht. Sie sind nur sehr vorsichtig.

Viele spielen starke Karten, sehen den Flop und kalkulieren das bestmögliche Blatt, ob sie es erreichen können oder nicht. Dies ist natürlich richtig, doch sie blicken nur selten darauf, was in welcher Position sie haben oder was vor dem Flop passiert. Wenn es keinen Raise vor dem Flop gab und du A-J off suit hast (spielbare Karten ohne Raising preflop), und der Flop dir ein Top Pair mit einem Flush oder Straight Draw auf dem Board zeigt, wirst du, als ein aggressiver Spieler, betten. Du hast doch ein Top Pair und einen echt starken Kicker. Du willst Spieler mit drawing Hands rausspielen und wenn du geraist wirst, dann weisst du wenigstens, wo du stehst. Ein tighter/passiver Spieler wird dies nicht tun. Ein tighter/passiver Spieler hat Angst vor dem jenigen, der einen Ass haben könnte, auch wenn kein Raise vr dem Flop gemacht wurde. Einige dieser Spieler fürchten sich einfach, die Kontrolle eines Blatts zu nehmen und verlieren gegen jemanden, der sie alle die ganze Zeit schpn geschlagen hatte. In grossen und ganzen sind sie sehr vorhersehbar. Du weisst, dass sie den Flop erst dann sehen wollten, wenn sie echt starke Karten haben. Wenn das Board niedrige Karten mit keinen starken Straight oder Flush Möglichkeiten bietet, bist du in der Lage den Typer recht schnell zum folden zu brigen, weil, wenn er kein Paar oder einen potenziellen Straight oder Flush hat, wird er versuchen, so schnell wie möglich zu folden.

Tight/Aggressiv:

Die tighte/aggressive Position ist die wesentliche Strategie aller starken Spieler. Deswegen ist es von grosser Wichtigkeit, diese Spieler zu erkennen. Spieler, die dieses Stil gut beherrschen, werden dich unter Druck genau im richtigen Moment stellen. Sie werden es nicht zulassen, dir deinen Flush billig zu erreichen. Sie werden schnell die Odds zählen, Acht auf die Handlung geben und sich auf die Jagd machen. Sie werden ein unschlagbares Blatt auf so einer Weise vortäuschen, dass sie die höchste Zahl der Bets einstreichen könnten. Auf jeden Fall können tighte/aggressive Spieler durchschaut und geschlagen werden, du willst aber nur nicht, gegen sie aufsteigen, obwohl die Umstände schon die richtigen sind. Solange die Odds noch gehen, wird dies nicht all tu oft passieren. Warte ganz einfach auf die richtige Gelegenheit. Versuche nicht, diese Spieler auszutricksen. Wenn du fühlst, dass du sie geschlagen hast, raise sie, sie werden deinen Raise respektieren, insbesondere dann, wenn sie erkennen, dass du einer von ihnen bist. Wenn sich die seltene Gelegenheit bietet, ein völlig unschlagbares Blatt zu haben, und der Spieler versucht, die Bullen auf dich zu reisen, hast du die goldene Gelegenheit, die Meinung des Spielers, er sei der beste am Tisch, zu zerstören. Wenn sie die Kontrolle nehmen, werden sie unnachgiebig sein, bis sie irgendwelche Eindeutungen haben von dem Board bekommen, dass sie beschlagen sind. Und wenn sie bis zum River aggressiv bleiben, ist dies die Zeit, wo du check-raisen solltest. Allerdings wird das im Grossteil nicht passieren, nur in den seltesten Gelegenheiten. Wenn du ein ernstes Spiel spielst, wirst du wahrscheinlich herausfinden, dass du mehr Geld den schwächeren Spielern gibst, weil der tighte/aggressive Spieler dich leicht zum folden bringt, und Gott segne sie dafür, solange, bis der Tisch nich voll von denen ist.

Andere:

Obwohl man Spieler in diese vier Kategorien einordnen kann, kannst du ab und auf auf solche Spieler stossen, die so unberechenbar sind, dann man sie schwer zu klassifizieren ist. Vielleicht wäre es die beste Option, diese Spieler so zu behandeln, als ob sie tighte/aggressive Spieler wären. Ich bin kein Spieler der wetlklasse, aber ich bin schon einigen begegnet (von denen gibt's nicht besonders viele). Es ist immer möglich, dass ein Spieler, den du nicht so recht fesnageln kanst, einer von solchen ist. Solch ein Spieler wird sich dem Tisch anpassen, um den Eindruck zu erwecken, er sein ein armer Spieler oder einfach aus dem Grund, unvorhersehbar zu sein. Ich setzte mich zu einem Spiel mit fünf Spielern mit einem Spieler, der so gut war, dass er die ganze Spielweise am Tisch veränderte. Er setzte sich und spielte seht tight über eine Stunde. Er sah höchstens drei Flops, und auch dies nur sehr billig. Zwei davon gewann er, in dem er absollute Monsterblätter zeigte. Sehr schnell hat der ganze Tische angefangen, tight zu spielen. Sobald dies geschah, lockerte er seinen Spiel, und das dauerte eine halbe Stunde. Er hat einige Pots geklaut, denn keiner war so selbsicher, um ihn herauszufordern. Dann, wenn der Tisch auch etwas lockerer zu spielen anfing, ist der Spieler wieder in den tighten Modus gewächselt. Diese Umkehrung kann also wahr sein. Zu einem loosen/aggressivem Spieler für eine kurte Zeit in dieser Situation zu werden kann dir manchmal einige Pots stehlen und den Tisch etwas auflockeren. Hauptsächlich sollstest du wissen, dass es solche Spieler gibt. Einmal kann man einen Spieler in diese Ordnung der Klassifikation stecken, doch manchmal kann es sehr kompliziert sein. Also, wenn du siehst, dass du einen Spieler nicht genau einordnen kansst, gibt es einen Grund dafür. Spiele dann mit Vorsicht.

Zum Schluss, wenn du richtig gut im Klassikizieren der Spieler am Tisch geworden bist, willst du vielleicht damit anfangen, die Feinheiten der Spielerverhaltens zu beobachten. Hier sprech ich über die körperliche Gesten und Erscheinungen. Manchmal kann das sehr einfach sein. Die durchschnittlichen Spieler, selbst die guten, haben bestimmte Gewohnheiten, die sie erhalten, und sie können es nicht ändern. Viele Spieler halten ihre Karten auf eine bestimmte Weise jedes Mal, wenn sie auf ihren Spielzug warten. Manche Spieler kommen zum Tisch mit einem Buch oder Kopfhörern. Es ist eindeutig, dass wenn diese Spieler nicht lesen oder ihre Kopfhören abnehmen, sind sie bereit, zu spielen. Aber es gibt auch Spieler, die ganz einfach entspannt erscheinen, sich in ihren Stuhl zurücklehnen, doch werden sich nach vorn beugen und die Action verfolgen, wenn sie beabsichtigen, zu spielen. Manche Scherzkekse werden versuchen, andere auszutricksen und einzuschüchtern, damit sie nicht betten. Sie erwecken den Eindruck, als ob sie betten oder raisen wollen, doch denn sie an der Reihe sind, machen sie nichts anderes, als nur checken oder callen. Betrachte diese Spieler als einen schlechten Scherz. Wenn du ein Top Blatt hast, das auf das Board basiert, spiel es, anderensfalls solltest du im überhaupt nicht sein. Doch wenn du so ein Austricksen vermustest, kannst du es ausprobieren, aber nur, wenn du in der Position bist. Wenn du, zum Beispiel, ein Top Paar hast und auf die Handlung wartest, die bis jetzt nur überprüft worden ist, und der Spieler, der links von dir sitzt, die ganze Nacht nichts weiteres als nur Checks machte, foldete oder nur callte, solltest du ihn betten. Wahrscheinlich hat er nur ein kleiner Paar oder eine drawing Hand und will alles sehr billig gewinnen.

Ein Schlusswort. Ich bin kein, wie ich schon erwähnt habe, weltklasse Spieler. Ich strebe danach, einer zu werden, aber ich bin nur so gut, wie meine Erfahrung mich gemacht hat. Dies bringt mich zu diesem Punkt. Obwohl Erfahrung dein grösster Lehrer sein wird, Bücher über Poker haben es auch verdient. Bücher können dir gute Grundlagen geben, wenn es dazu kommt, was über die Technik der Spierklassifikation zu erfahren. Egal, was für Methoden du auch nutzt, mach es zu einer selbstverständlichen Gewohnheit. Spieler Klssifikation ist einer der entscheidenden Faktoren zwischen einem mittelmässigen Spieler und einem, der andauernd gewinnt, der seine Gegner gut genug kennt, um zu wissen, wann er checken/raisen oder langsam spielen soll.

Spieler Klassifikation

Bis jetzt haben wir sundenannte Standardspiele besprochen. Zuerst wollen wir das Wort Standardspiel naeher erlaeutern. Ein Standardspiel ist ein Spiel mit einer allgemein ueblichen Struktur (Hoehe der Blinds und des Wetteinsatzes) in dem moderat tight gespielt wird und an dem 2 oder 3 einigermassen gute Spieler teilnehmen. Offensichtlich ist dies aber nicht immer der Fall. Manchmal kann das Spiel loose sein, manchmal aber auch extrem tight. Zusaetzlich kann das Spiel aber auch noch short handed werden oder es plaziert jemand freiwillig ein zusaetzliches und doppelt so hohes Big Blind, bekannt als sund. Live Straddle , um besser gambeln zu koennen. Schliesslich kann auch in einer spread limit Struktur, wo man einen beliebigen Betrag zwischen 2 festgesetzten Limits von der ersten bis zur letzten Wettrunde setzen kann, gespielt werden. In all den hier aufgezeigten Fallbeispielen muss man eine andere Strategie anwenden, um weiterhin ein optimales Resultat zu erzielen. Dies bedeutet aber nicht, dass Sie alles das, was wir bisher besprochen haben, vergessen koennen. In Wirklichkeit sollte all das, was wir bisher besprochen haben, als Grundlage dienen, ganz gleich in was fuer einem Spiel Sie sich gerade befinden. Es bedeutet aber, dass es bestimmte Situationen gibt, auf die wir noch naeher eingehen muessen.Wir werden Ihnen in den folgenden Abschnitten einige Ratschlaege geben, was zu tun ist, wenn das Spiel nicht in einer normal ueblichen Struktur gespielt wird.

Looses Spiel - Bei Texas Hold'em Limit

Gelegentlich werden Sie in einem loosen passiven Spiel teilnehmen. Das ist das, was Sie suchen, und normalerweise abhaengig von den Mitspielern. (Viele Spieler glauben ganz einfach, dass man mit allen 2 Kartenkombinationen gewinnen kann und spielen nahezu jede Hand. Obwohl dies zutrifft, wird diese Spielweise aber sehr schnell zum finanziellen Untergang fuehren)

Der Hauptfehler, den Ihre Gegner meistens machen, ist, zu callen, wenn sie aussteigen sollten. Dies bedeutet, dass Sie, nachdem alle Karten ausgeteilt sind, fast nie einen Bluff machen sollten, insbesondere, wenn noch mehrere Spieler im Pot sind.

Es gibt aber 2 Ausnahmen:

Die erste Ausnahme, die schon vorher im Text besprochen wurde, ist, wenn Sie der Ueberzeugung sind, dass Ihr Gegner auch nichts hat. sogar ein looser Spieler wuerde Karten, die absolut wertlos sind, wegwerfen. (Wenn er keine Chance hat, sich zu verbessern)

Die zweite Ausnahme waere dann gegeben, wenn einige Ihrer Gegner allmaehlich realisieren, dass Sie nie bluffen. Jetzt sollten sie gelegentlich von dieser Linie abweichen und bluffen. Sollte jemand Sie bei diesem Bluffversuch erwischen, werden Sie mit grosser Wahrscheinlichkeit das naechste Mal, wenn Sie wieder mit einer soliden Hand spielen, einen Caller bekommen. Sie koennen also in gewisser Weise auch von einem aufgedeckten Bluffversuch profitieren.Sie sollten solche Bluffversuche aber nicht zu oft machen. Auch schlechte Spieler haben manchmal ein gutes Gedaechtnis.

Das gleiche gilt fuer Semi Bluffs . Viele der von uns besprochenen Spielzuege sind nur profitabel, wenn eine vernuenftige Chance besteht, dass Ihre Gegner bei einem Wetteinsatz von Ihnen auch aussteigen. Wenn dies nicht der Fall ist, sollten Sie die meisten Ihrer Semi Bluffs aufgeben.

Der Grund, warum wir sagen, Sie sollten die meisten Semi Bluff Versuche aufgeben und nicht alle, ist, dass der Wetteinsatz mit diesen mittelguten Haenden durchaus richtig sein kann. Es kann naemlich ohne weiteres sein, dass Sie gegen schlecht spielende Kontrahenten die beste Hand haben. Merken Sie sich jedoch, dass Sie schon ein paar Outs haben muessen, um langfristig erfolgreich zu sein.

Eine Kartenkategorie, die in loosen und passiven Spielen im Wert steigt, sind die sund. drawing Haende. Man sollte mit ihnen spielen und oftmals setzen, unabhaengig von Ihrer Position, insbesondere, wenn sie das Potential haben eine grosse Hand zu machen. In loosen und passiven Spielen bekommen diese Haende genau die Action, die sie brauchen, um profitabel gespielt werden zu koennen.

In loosen und passiven Spielen sollten Sie auch nicht versuchen zu trickreich zu spielen und viele Taeuschungsmanoever zu machen. Ein Slowplay ist fast immer falsch. Es gibt aber wie fast immer eine Ausnahme von der Regel. Naemlich dann, wenn Sie in einem Pot mit vielen Mitspielern eine sehr gute Hand haben und die Person zu Ihrer unmittelbaren Rechten setzt.

Sollten jetzt viele Spieler nach Ihnen kommen, callen Sie nur.

Ein Spielzug, der ganz entscheidend in loosen und passiven Spielen ist, ist der Check Raise . Machen Sie oefters einen Check Raise als in herkoemmlichen Spielen, ganz einfach weil normalerweise so viele Spieler im Pot sind. In Uebereinstimmung mit dem eben Besprochenen, sollten Sie auch immer versuchen das Feld auszuduennen. Insbesondere, wenn noch mehrere Karten kommen, sollten Sie oefters erhoehen, wenn ein Spieler zu Ihrer rechten Seite gesetzt hat, um die anderen Spieler zum Aussteigen zu bewegen, auch wenn Sie sich nicht 100 prozentig sicher sind, ob Sie die bessere Hand haben. (Wenn Sie als erster mit einer Hand dran sind, mit der Sie lieber gegen wenige Kontrahenten spielen wuerden, und Sie der Ueberzeugung sind, dass jemand zu Ihrer rechten Seite setzen wird, dann sollten Sie auch einen Check Raise versuchen)

Ein weiterer Spielzug, der erstaunlicherweise sowohl in loosen als auch in stark besetzten Spielen funktioniert, ist eine Erhoehung zu machen, wenn Sie einen Flusdraw mit 2 Overcards floppen und der Spieler zu Ihrer unmittelbaren Rechten setzt. Durch Ihre Erhoehung gewinnen Sie normalerweise auch mit einem hohen Paar, welches wahrscheinlich gegen nur einen Kontrahenten die beste Hand ist.

Ein weiteres Konzept, dass Sie sich einpraegen sollten : Wenn alle Karten ausgeteilt sind, sollten Sie gegen jemanden, der setzt und bekannt ist, dass er gerne blufft, erhoehen, auch wenn Sie nicht der Favorit sind. Der Grund fuer die Erhoehung ist, dass Sie auf Nummer Sicher gehen sollten, dass niemand nach Ihnen auch noch callt, der Sie vielleicht schlagen koennte.

Tightes Spiel - bei Texas Hold'em Limit

Man kann auch in einem extrem tighten Spiel einen Profit machen, solange das Spiel nicht mit zu hohen Ante und /oder Blinds gespielt wird. Sollte die Struktur okay sein, macht man das meiste Geld nicht durch das Stehlen der Blinds vor dem Flop, sondern durch Steals auf den Flop und Turn . Sie sollten fast immer gegen einen einzelnen Gegner setzen, auch wenn Sie wenig oder nichts floppen. Gegen mehr als einen Kontrahenten sollten Sie besser auf den Flop checken, wenn Sie nichts haben, insbesondere wenn Sie einer der ersten sind, der dran ist, und abwarten, was passiert. Wenn jemand setzt, werfen Sie Ihre Karten einfach weg. Wenn niemand setzt, versuchen Sie den Pot auf den Turn zu stehlen, ausser eine Overcard oder eine andere bedrohliche Karte kommt.

Sie muessen sich schon im Klaren sein, dass der Gewinn in diesen tighten Spielen hauptsaechlich aus Ihren Bluffs resultiert. Sie koennen eigentlich nicht erwarten, dass Sie mit Ihren legitimen Haenden besser als plus-minus Null abschneiden. Der hauptsaechliche Grund dafuer ist, dass Ihre durchschnittlichen Startkarten schlechter sind als die Ihrer Gegner. (Sie sollten soviele Haende als moeglich spielen, um eine maximale Anzahl von Bluffgelegenheiten zu haben)

Aber hier noch ein Wort zur Vorsicht. Wenn Ihre Gegner nicht nur tight spielen, sondern auch noch sehr gute Spieler sind, vergessen Sie das Spiel. Die oben besprochene Strategie wird jetzt nicht funktionieren, da Ihre Gegner Sie staending beim Bluffen erwischen werden, indem sie mit guten Haenden checken. Uebelassen Sie derartige Spielrunden den Weltmeistern.

Live Straddle - Bei Texas Hold'em Limit

Manchmal, wenn jemand gambeln will, plaziert er einen sund. Live Straddle . Das geht folgendermassen: Der unmittelbar naechste Spieler zur Linken des Spielers, der das Big Blind hat, plaziert nun einen extra Wetteinsatz, bevor er Karten bekommt und in doppelter Hoehe des urspruenglichen Big Blinds. (In einem Spiel, wo die Blinds 10 / 20 sind, ist das Live Straddle dann 40.) Es ist nicht weiter erwaehnenswert, dass dies nicht zu empfehlen ist. Aber es sind einige wesentliche Aenderungen in der Strategie erforderlich, wenn jemand anders dies tut.

Es ist jetzt nahezu unmoeglich die Blinds zu stehlen. Siehe obiges Beispiel: Wenn jemand 40 als Live Straddle setzt und Sie erhoehen jetzt auf 60, wird der Spieler, der das Live Straddle postiert hat, auch die restlichen 20 bringen. Tatsaechlich werden die meisten Spieler, die einen Live Straddle postieren, eine Erhoehung callen, ganz gleich was Sie haben. (Sie wollen ja gamblen)

Dies bedeutet nun, dass Sie nur mit legitimen Haenden raisen sollten. Semi Steals vor dem Flop, die normalerweise so wichtig sind, um in Holdem zu gewinnen, funktionieren jetzt nicht mehr. Passen Sie jedoch auf folgendes auf : Niemals den Pot so gross machen, dass es fuer Ihre schwach spielenden Gegner auf einmal richtig ist, mitzugehen. ( Gegenueberstellung Potodds - Moneyodds ). Die Schlussfolgerung daraus ist, dass Sie mit hohen Paaren und hohen Karten, die nicht der gleichen Farbe sind, nicht so oft erhoehen sollten als ueblich.

Registrieren Sie bitte auch, dass Ihre Implied Odds nicht so gut sind. Es kostet Sie jetzt naemlich mehr zu spielen, verglichen mit dem was Sie gewinnen koennen. Sie sollten daher mit weniger Karten callen. Werfen Sie insbesondere Haende wie Koenig / Bube weg, ausser Sie sind in einer spaeten Position.

Im Prinzip haben wir Ihnen gerade empfohlen gegen ein Live Straddle ein wenig tighter zu spielen, auch wenn mehr Geld im Pot ist. Wir wollen Ihnen dies anhand eines Beispiel aufzeigen.

Angenommen Sie spielen in einem verrueckten 10-20 $ Holdemspiel, wo nicht nur die ueblichen 5 und 10 $ als Blinds gebracht sind, sondern weitere 20, 30 und 40 $ als sund. Live Straddles. Desweiteren wollen wir annehmen, dass der erste Spieler, der dran ist, callt. Es sollte hier jedem klar sein, dass, wenn Sie nur die Nuts spielen (oder sagen wir einmal extrem starke Haende), Sie schlussendlich der Gewinner sein werden. Dies kommt von dem immensen Overlay, den Sie bekommen, wenn Sie sich entscheiden mitzuspielen. In herkoemmlichen Spielrunden wuerde eine nur tighte Spielweise nicht ausreichen, um zu gewinnen.

Short handed - Wenige Spieler im Spiel

Dieser Themenbereich ist so umfangreich, dass wir durchaus noch ein Buch ueber das sund, short handed Spiel schreiben koennten. Man koennte quasi unendlich ueber die korrekte Vorgehensweise in bestimmten Situationen, die im allgemeinen vorkommen, debattieren. Wir wollen hier aber nur ein paar Anregungen geben, die Ihnen helfen sollten.
Das sund. short handed Spiel ist nahezu identisch mit dem Spiel an einem vollen Tisch, wenn schon mehrere Spieler ausgestiegen sind. Dies bedeutet nun aber, dass wir viel von dem Material ueber das Spiel in einer spaeten Position, das wir schon vorher im Text besprochen haben, hernehmen koennen.

Es ist sehr wichtig, wenn man short handed spielt, auf die eigene Position und die Positionen der Mitspieler aufzupassen. Dies ist natuerlich auch an einem voll besetzten Tisch wichtig, gewinnt aber erheblich an Bedeutung, wenn man short handed spielt.
Es ist zum Beispiel viel wahrscheinlicher, dass jemand einen Steal versucht, bereits wenn er das Spiel mit einer Wette eroeffnet. Dies bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit viel geringer ist, dass jemand etwas Vernuenftiges nach dem Flop hat, und Sie muessen deshalb oft genug auf den Flop callen, um einen Gegner von zu haeufigen Steal versuchen abzuhalten. Wenn Sie zum Beispiel jedesmal aussteigen, wenn Sie kein Paar, keinen Draw oder keine Overcards haben, dann callen(oder raisen) Sie ganz einfach nicht genug in einer Heads-up Situation.

Natuerlich haengt es von vielen Dingen ab, ob Sie auf den Flop (oder auf die nachfolgenden Karten) callen, setzen oder raisen sollten, wenn Sie nichts haben. Einige dieser Faktoren sind Ihre Position, das Spielvermoegen Ihres Gegners, die Karten des Boards , die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Gegner aussteigt (jetzt oder in nachfolgenden Runden), und die Aktionen, die bisher stattgefunden haben. Die Entscheidungen, die Sie hier treffen muessen, sind gewiss nicht leicht. Achten Sie besonders auf die Spieler, die schnell ihre Karten wegwerfen ( entweder auf den Flop oder nachher), wenn sie eines der Blinds haben.
Andere Fragen, wie zum Beispiel, ob Sie mit dem bottom Paar erhoehen sollten, sind auch nicht leicht zu beantworten. Sie sollten jedoch mit Hilfe des Materials, dass wir im Text schon behandelt haben, und mit einer gewissen Spielerfahrung in der Lage sein dies zu meistern und das sund. short handed Spiel gewinnbringend gestalten koennen.

Spread Limit

Einige Limitspiele sind anders strukturiert als die, die wir bisher besprochen haben.

Sie sind uns als spread limit Spiele bekannt. Die Hoehe der Wette ist nicht genau festgelegt, Sie koennen einen Betrag zwischen 2 vorher festgelegten Intervallen setzen. (z.B. Spread Limit
10 - 50 , Sie koennen mit jedem Betrag zwischen 10 und 50 $ eroeffnen und auch erhoehen, inkl. $ 10 und 50 natuerlich)

Das meiste, was wir bisher besprochen haben, trifft auf diese Struktur ebenso zu. Es gibt jedoch ein paar Unterschiede, auf die wir jetzt naeher eingehen werden. Erstens, koennen Sie den Flop oftmals sehr billig sehen, was bedeutet, dass Ihre implied Odds viel groesser sind als in Standardspielen. Die Konsequenz daraus ist, dass viele (schwache) Draws, die Sie normalerweise nicht spielen wuerden, in spread limit Spielen spielbar werden, sogar auch von einer vorderen Postion.

Auf der anderen Seite sollten Sie natuerlich mit einem grossen Paar vor dem Flop soviel setzen als moeglich. Dadurch beseitigen Sie die grossen implied Odds fuer die Draws. (eine Moeglichkeit dies zu erreichen waere: Sie setzen in einer fruehen Position mit Assen oder Koenigen das Minimum. Dann, wenn jemand erhoeht, nachdem andere Spieler vorher schon fuer den Minimalbetrag mitgegangen sind, erheohen Sie nochmals mit dem Maximalbetrag)

Dieses Konzept fuehrt uns zu dem letzten grossen Unterschied, den wir behandeln werden.
Es ist ganz einfach folgende Ueberlegung: Wenn Sie mit dem Minimum vor dem Flop mitgegangen sind und anschliessend erhoeht jemand, und Sie haben nicht eine Hand, die gut ist fuer ein Spiel mit wenigen Mitspielern, sollten Sie Ihre Karten wegwerfen. Sie bekommen jetzt naemlich nicht mehr die grossen implied Odds , die Sie brauchen wuerden. Spieler, die dies nicht erkennen und Ihre Karten in diesen Situation nicht wegwerfen, werden dauerhafte Verlierer in spread limit Spielen sein.

Resumee über Varianten bei Texas Hold'em Limit

Wie Sie gesehen haben, bauen die Ideen und Konzepte, die wir in diesem Abschnitt behandelt haben, weitestgehend auf Dingen auf, die wir schon frueher in diesem Buch besprochen haben.

Das Vorgehen in short handed Spielen ist zum Beispiel ziemlich identisch zum Spiel an einem voll besetzten Tisch, nachdem mehrere Spieler schon ausgestiegen sind.

Auf der anderen Seite gibt es wahrscheinlich unzaehlige Variationen von nicht standardgemaessen Spielformen, die diese Pokerart einem bietet. Wir haben nur an der Oberflaeche gekratzt. Wie wir jedoch gerade betont haben, sollten die allgemeinen Grundsaetze, die wir in diesem Abschnitt aufbereitet haben, Sie in die Lage versetzen in jeder einzelnen Art von Texas Holdem erfolgreich zu sein.

Poker Strategiesh Einfach

Sobald Sie die Grundlagen des Pokerspiels beherrschen und mit den Gewinnchancen vertraut sind, ist es an der Zeit, sich mit der Strategie zu befassen und Ihre Spielgegner genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn nur die richtige Poker Strategie ermöglicht es Ihnen, sie zu schlagen.

Generell können Spieler in lockere ("loose") oder verhaltene ("tight") Spielertypen unterteilt werden, also in Spieler, die viele Blätter spielen oder nur sehr wenige. Manche spielen ausschließlich entweder locker oder verhalten, und für die eigene Poker Strategie kann es sehr hilfreich sein, eine Tendenz in die eine oder andere Richtung festzumachen. Lockere Spieler tendieren dazu, zu viele Blätter zu spielen, da sie schlechte bis mittelmäßige Blätter überbewerten. Verhaltene Spieler dagegen spielen nur wenige Blätter, sind übermäßig vorsichtig und fallen daher leicht auf Bluffs herein.

Zusätzlich kann Poker passiv oder aggressiv gespielt werden. Ein passiver Spieler geht beim Setzen vorsichtig vor; seine Strategie lautet also eher Mitgehen als Setzen. Ein aggressiver Spieler dagegen ist bereit, ein Risiko einzugehen und hohe Einsätze zu bringen, um so seine Mitspieler zu zwingen, harte Entscheidungen zu treffen.

Passive Spieler passen oft bei hohen Einsätzen und sind leicht einzuschüchtern. Für Ihre eigene Poker Strategie sollten Sie möglichst rasch das Maß an Passivität Ihrer Mitspieler feststellen und somit die Einsatzhöhe herausfinden, bei der sie sich wohl bzw. unbehaglich fühlen. Aggressive Spieler tätigen oft hohe Einsätze und sollten mit Vorsicht angegangen werden. Wenn Sie jedoch gute Karten haben, kann es sich lohnen, einen aggressiven Spieler mit seinen eigenen Waffen zu schlagen, um ihn zu verunsichern und möglicherweise sogar einen riesigen Pot zu kassieren.

Spieler lassen sich ganz allgemein in vier Typen unterteilen. Sie sind entweder verhalten-passiv ("tight passive"), verhalten-aggressiv ("tight aggressive"), locker-passiv ("loose passive") oder locker-aggressiv ("loose aggressive"). Jede Spielweise hat ihre Schwächen. Locker-aggressive Spieler beispielsweise neigen dazu, zu viele Chips bei zu vielen Blättern zu setzen. Spielen Sie mit einem locker-aggressiven Spieler, so sollte Ihre Strategie lauten: Abwarten, bis Sie die richtigen Karten erhalten und Ihr Mitspieler möglichst viele Chips in den Pot gezahlt hat, um ihn dann mit einem gut getimten aggressiven Einsatz außer Gefecht zu setzen. Indem Sie die speziellen Spieltendenzen eines Spielers ausmachen und aufmerksam Änderungen in seiner Spielweise verfolgen, können Sie Ihre Poker Strategie anpassen, um sich die Schwächen seines Spiels zu Nutzen zu machen.

Spielauswahl

. Spiele sorgfältig auswählen
. Gegner genau beobachten
. Lockere Spiele suchen
. Ihr bewährtes Spiel nutzen
. Richtigen Limits wählen
. Auf neue Spieler achten

Spieltypen

. Verhalten-aggressiv (VA)
. Locker-aggressiv (LA)
. Verhalten-passiv (VP)
. Locker-passiv (LP)
. Erfahrener LA
. Unerfahrener LA

TEXAS HOLD'EM Poker Strategie

Die SpielStrategie bei Texas Hold'em kann je nach Einsatzstruktur stark variieren. Normalerweise treten die Schwächen eines jeden Spielertyps stärker bei No-Limit-Spielen zu Tage als bei Limit- oder Pot-Limit-Spielen. Im Moment ist die bevorzugte Strategie bei Texas Hold'em für No-Limit-Spiele eine Form von verhalten-aggressivem Spiel, da diese Spielweise generell weniger Schwächen aufweist als andere. Phil Ivey wird oftmals als ein großer Vertreter des verhalten-aggressiven Spiels gesehen. Er ist Meister dieser Poker Strategie, und sein Können erlaubt es ihm, viele andere Spielarten vorzutäuschen.

Da die Einsatzhöhe bei No-Limit-Spielen nicht beschränkt ist, können die Kosten eines schlecht gespielten Blatts ins Unermessliche steigen. Deshalb wird eine erfolgreiche SpielStrategie beim No Limit Texas Hold'em verhaltener sein als bei seinem Pendant mit beschränkten Einsätzen. Bei der Wahl Ihrer Strategie im No Limit Texas Hold'em sollten Sie durch Beobachtung Ihrer Mitspieler herausfinden, welche Blätter diese als spielbar erachten. Hilfreich dabei ist das aufmerksame Verfolgen des Showdown, an dem der jeweilige Spieler beteiligt ist.

Bei der SpielStrategie im No Limit Texas Hold'em ist für die Kategorie der locker-aggressiven Spieler eine weitere Unterscheidung nötig. Manche locker-aggressiven Spieler verfolgen diesen Stil, weil sie es nicht besser wissen, andere jedoch spielen ganz bewusst so. Ein Beispiel eines erfolgreichen locker-aggressiven Spielers ist Gus Hansen. Nur wenn der relative Erfolg eines Spielers eindeutig ist, ist erkennbar, ob er weiß, was er tut. Wenn ein solcher Spieler mehr gewinnt als verliert, sollte man mit extremer Vorsicht vorgehen. Wenn er mehr verliert als gewinnt, kann es gut sein, dass es sich um einen schlechten Spieler handelt.

Wenn Sie Ihre Poker Strategie bei No Limit Texas Hold'em möglichst gut an den Stil Ihrer Gegenspieler anpassen, könnte es sein, dass Ihr Spiel übermäßig reaktiv wird. Um dem entgegenzuwirken, müssen Sie daran denken, wie Sie von Ihren Mitspielern wahrgenommen werden. Meist sind es bei Spielen mit niedrigeren Limits Pokerneulinge, die weder Sie noch Ihr Spiel näher betrachten. Bei höheren Limit-Spielen ist es dagegen wahrscheinlicher, dass jede Ihrer Bewegungen genau verfolgt wird. Daher sollten Sie, wenn Sie mit der Zeit zu Spielen mit höheren Limits übergehen, an Ihrer Poker Strategie arbeiten, indem Sie versuchen, bei Ihren Mitspielern während des Spiels einen bestimmten Eindruck zu erwecken.

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